knackige Schoberrunde 2025

Eine knackige und gipfelreiche Bergwandertour mit einer sportlichen Gruppe in der abgelegenen Schobergruppe zwischen Lienzer Dolomiten und Großglockner. Trotz wechselhaftem Wetter war die Motivation stets groß auch eine Extrameile zu gehen!

TourenProfil

Dauer
8 Tage
Zeitpunkt
2025
Gebirge
Hohe Tauern
Schwierigkeit
Schwer
Gesamtstrecke
73 KM
Aufstiegs-HM
8.200 Hm

Tag 1 – Seichenbrunn – Petzeck – Wangenitzseehütte

12 km | ↑ 1795 Hm | ↓ 950 Hm | 8 h

Wir starten mit einer sanften Eingehtour über Wiesen und später auch alpineres Gelände bis zur Wangenitzseehütte 2508 m. Danach sind alle motiviert für ein zusätzliches alpines Schmankerl, deshalb geht es bereits am ersten Tag mit leichtem Gepäck auf einen Bonus-Gipfel, in dem Fall das Petzeck 3283 m und auch der höchste Gipfel der Schobergruppe. Ein ordentliches Brett für den ersten Tag aber das wichtigste ist, dass wir pünktlich zum Abendessen wieder zurück auf der voll besetzten Wangenitzseehütte sind. 

Tag 2 – Wangenitzseehütte – Keeskopf – Adolf-Noßberger Hütte

8 km | ↑ 970 Hm | ↓ 1000 Hm | 7 ½ h

Am zweiten Tag erleben wir ein wunderbares Wolkenschauspiel bereits kurz nach dem Start. Wir können auch bis zu den Drei Zinnen schauen, wunderbar! Auf dem Weg zur Nossi nehmen wir nach der Überquerung der Niederen Gradenscharte 2796 m auch noch den Keeskopf 3081 m mit, der eine wunderbare Aussicht auf die gesamte kompakte Schobergruppe bietet und damit auch das Programm für die nächsten Tage vorwegnimmt. Auf der Noßberger Hütte 2488 m gibt es erstmal mehrere leckere Kaiserschmarrn und eine tolle Abendverpflegung, bei der sicher nicht mit Knoblauch gespart wird. 

Tag 3 – Adolf-Noßberger Hütte – Kreuzkopf – Elberfelder Hütte

10 km | ↑ 960 Hm | ↓ 310 Hm | 3 ½ h

Nach dem Müsli auf der Nossi geht es für uns weiter hinauf zur Hornscharte 2958 m, wo wir die Rucksäcke liegen lassen können und weiter auf den Kreuzkopf 3108 m kraxeln können. Vom Gipfel gibt es ein herrliches Gipfelpanorama inkl. Blick auf den Großglockner 3798 m. Auf der Elberfelder Hütte 2346 m wird gerade an der Elektrik gearbeitet und wir werden herzlich und mit bestem Service aufgenommen.  

Tag 4 – Elberfelder Hütte – Gößnitzbiwak – Lienzer Hütte

8 km | ↑ 510 Hm | ↓ 890 Hm | 5 ½ h

Von der Elberfelder Hütte gehen wir über die Gößnitzscharte 2737 m und besuchen das Gößnitzbiwak auf 2795 m. Unsere ausgiebige Mittagspause legen wir am Salzplattensee 2372 m ein bevor wir weiter zu unserer heutigen Hütte absteigen.  

Tag 4 – Bonus: Mirnitzscharte

5 km | ↑ 480 Hm | ↓ 480 Hm | 1 ½ h

An der Lienzer Hütte 1977 m angekommen trübt das Wetter spürbar ein, aber ein Teil der Gruppe hat noch Bock auf Bewegung und so gehen wir in Kleingruppen und bei guten Gesprächen noch über den Wiesenweg ein Stück in Richtung Mirnitzscharte 2743 m. Als der Niesel erwartungsgemäß stärker wird, drehen wir um und kommen vor dem ausgewachsenen Regenschauer wieder zur Hütte zurück. 

Tag 5 – Lienzer Hütte – Hochschoberhütte – Stanskascharte und retour

11 km | ↑ 1350 Hm | ↓ 990 Hm | 6 ½ h

Am fünften Tag gehen wir am Gartlsee und Leibnitztörl vorbei zur Hochschoberhütte 2322 m. Von dort gehen wir mit leichtem Gepäck noch am kleinen Schöberl 2597 m und Langen Schöberl 2831 m vorbei in Richtung Hochschober, aber aufgrund des aus Westen heranziehenden Gewitters drehen wir in der Staniskascharte 2936 m um. Auf der Hochschoberhütte herrscht eine wunderbar herzliche Stimmung und wir sind sehr glücklich auf dieser Hütte zwei Nächte verbringen zu können. So testen wir uns durch Gulasch, Kuchen und Harrys berühmtes Curry. 

Tag 6 – HochschoberHütte – Hoher Prijakt – Hochschoberhütte

6 km | ↑ 790 Hm | ↓ 790 Hm | 5 ½ h

Aufgrund des trüben und feuchten Wetters, geht es heute relativ entspannt aber leider nahezu komplett ohne Aussicht am Barrenlesee 2727 m vorbei über den Normalweg auf den Hohen Prijakt (3064 m) statt Überschreitung des kleinen Bruders. Das Gipfelkreuz auf dem Hohen Prijakt ist auf jeden Fall etwas besonderes! 

Tag 6 – Bonus: Hochschober

7 km | ↑ 1140 Hm | ↓ 1140 Hm | 3 ½ h

Da das Wetter am Nachmittag noch gelegentliche Blicke durch die Wolken zulässt, geht eine Kleingruppe noch flink rauf zum Hochschober (3240 m). Ein wirklich großartiger Hausberg! 

 

Tag 7 – Hochschoberhütte – Lienzer Hütte – Seichenbrunn

10 km | ↑ 300 Hm | ↓ 950 Hm | 3 ½ h

Wir starten den letzten Tag entspannt und gehen über die Lienzer Hütte zurück nach Seichenbrunn. Die gesamte Schobergruppe ist kompakt und so bieten sich viele Kombinationen für Hütten- und Gipfeltouren an. Besonders gefallen hat uns die Abgelegenheit der Berggruppe. Das und die eher kleinen/mittelgroßen Berghütten schaffen nicht nur ein familiäreres Gefühl sondern bewirken insbesondere auch auf Tour ein tolles Gefühl der Freiheit. 

Nach einem gemeinsamen Mittagessen in Lienz geht es den brutal langen Weg zurück. Für Abgelegenheit muss man eben auch einen Preis zahlen 🙂  

Ich bin sehr interessiert an Feedback zu dieser Tour, also schreibt ruhig was Euch beim Lesen gefallen hat, was Ihr an der Tour gegebenenfalls ändern würdet und was Ihr Euch für die nächsten Berichte wünscht. 

 
Berg Heil! 
Christian

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